GGL-Jahresbericht 2025: Rekordumsätze trotz verschärfter Regulierung

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder veröffentlicht ihre Zahlen für 2025 , der legale Markt wächst rasant, der Schwarzmarkt schrumpft langsamer als erhofft.
Die GGL legte ihren Jahresbericht 2025 vor, und siehe da: Der regulierte deutsche Online-Glücksspielmarkt blüht. Ganze 18 Prozent wuchs der legale Sektor, erreichte 3,2 Milliarden Euro Bruttospielertrag. Schneller als sonstwo in Europa. Die GGL feiert das als "Wendepunkt", den ersten echten Erfolg des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Endlich messbar, was wir uns nach der Einführung erhofft hatten.
Bei der Aufschlüsselung dominieren die Slots, die virtuellen Automatenspiele. 67 Prozent vom Gesamtumsatz, ein Löwenanteil. Dann Online-Sportwetten mit 24 Prozent, Online-Poker bei 7 und virtuelle Tischspiele mit mageren 2 Prozent. Wer hat die Nase vorn? JackpotPiraten der Gauselmann-Gruppe, OnlineCasino DE, bwin Casino von Entain und LeoVegas DE. Zusammen stemmen die locker 45 Prozent des Marktes. Dahinter auf den Plätzen 5 und 6? Tipico Games und Merkur Slots, aber mit ordentlich Abstand.
Wir sehen aber auch, der Schwarzmarkt schrumpft nicht schnell genug. Die GGL schätzt immer noch 25 Prozent aller Einsätze landen bei illegalen Anbietern. War letztes Jahr noch bei 32 Prozent, immerhin ein Rückgang, ja, aber zu langsam für die Politik. Die GGL meint, das liegt an den LUGAS- und OASIS-Regeln, mancher High-Stake-Zocker haut dann ab. Oder daran, dass illegale Anbieter aus dem EU-Ausland zu selten wirklich verfolgt werden.
Beim Spielerschutz gab es klare Fortschritte, das ist gut. Ende 2024 waren 297.000 OASIS-Sperren aktiv, Ende 2025 schon 362.000. Ein Plus von 22 Prozent. Auch die LUGAS-Limitsperrungen, Spieler, die das 1.000-Euro-Monatslimit sprengen, stiegen: auf durchschnittlich 24.500 monatlich. Die GGL sieht das positiv. Mehr Sperren heißt nicht mehr Sucht, sondern ein besseres Schutzsystem.
Für uns Spieler heißt das: Mehr Auswahl. Mehr sichere, lizenzierte Casinos. Der Wettbewerb bringt bessere Boni, fairere Bedingungen. 2022 waren nur etwa 30 GGL-Anbieter aktiv, Ende 2025 sind es schon 58. Von alten Hasen wie OnlineCasino DE (seit 2012 dabei) über Giganten wie LeoVegas und Entain bis zu den Newcomern wie Wunderino, DrückGlück oder Mywin24 , da ist für jeden was dabei.
Dem deutschen Fiskus spült das Geld in die Kassen. Die 5,3-Prozent-Glücksspielsteuer, wohlgemerkt auf Bruttoeinsätze, nicht Gewinne, brachte 2025 über 1,1 Milliarden Euro. Ein Plus von 21 Prozent. Aber die Branche stöhnt. Diese Steuer, die höchste in Europa, ist der Grund für unsere hohen Hausvorteile bei Slots, RTP-Werte liegen hier bei 95,5 bis 96,7 Prozent, während in den meisten EU-Ländern 96,5 bis 98 Prozent üblich sind.
Politisch betrachtet: Der Bericht ist Munition. Für die anstehende Reform des Glücksspielstaatsvertrags. Bayern, NRW, Hessen, die wollen lockern. LUGAS-Limits, Werbung, um den Schwarzmarkt einzuhegen. Berlin, Bremen, Hamburg fordern hingegen härtere Regeln, zum Beispiel 500 Euro Monatslimit. Man erwartet eine Einigung erst Ende 2026. Bis dahin bleibt alles beim Alten. Und wir Spieler? Bleiben bei GGL-Anbietern. Da sind wir rechtlich auf der sicheren Seite.
Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
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